Neuer Glanz fürs Alpenrösli

Auf dem Grimselpass zwischen Wallis und Berner Oberland muss niemand verhungern. Drei Restaurants teilen sich die Kundschaft. Im Alpenrösli sind diejenigen richtig, die günstig gut essen wollen. Das Haus ist seit drei Generationen im Familienbesitz. Nun bekommt es eine neue Fassade.

Sigi Steiner hat Jahrgang 1934. Aber an den Ruhestand denkt er noch lange nicht. Der ehemalige Ingenieur kümmert sich fast seit er denken kann um die Geschäfte des Restaurants Alpenrösli auf dem Grimselpass. Jeweils im Sommer war die ganze Familie hier oben zu Hause, seine Eltern wirteten noch ohne Stromanschluss auf der damals ungeteerten Grimselstrasse. Heute führt seine Nichte Manu Imhof das Restaurant, Sigi kümmert sich aber immer noch ums Marketing, um die Buchungen der vielen Carunternehmen, die hier einen Zmittagstopp machen – und wenn Sanierungen anstehen, um die Bauarbeiten.

Das Projekt in Kürze

  • Passhotel
  • Fassadensanierung
  • Grimselpass/VS

Diesen Sommer ist es nach dem Ausbau der Küche vor 15 Jahren wieder mal soweit: Die Fassade muss erneuert werden. Die Holzbretter waren verfault, die Eternitschindeln teils zerschlagen. Und obwohl das Haus im Winter nicht benutzt wird, sorgte die schlechte Isolation doch für einen unzeitgemässen Energieverbrauch.

Auch wenn das Alpenrösli von aussen bald in neuem Glanz erstrahlt, das Innenleben mit seinem rustikalen Charme bleibt unangetastet. «Funktioniert ja noch alles», sagt Sigi lapidar. Und auch Manu hält nichts von Designermöbeln und Schickimicki: «Hier oben darf es ruhig ein bisschen urchig sein.»

grimselpass.com

Text: Max Hugelshofer

Bilder: Yannick Andrea und Max Hugelshofer

Erschienen im September 2020
Die Schweizer Berghilfe leistet finanzielle Unterstützung, wenn das Geld nicht ausreicht, um ein zukunftsweisendes Projekt zu realisieren.